Förderkreis Kaiserpfalz Kaiserslautern e.V. - Die Staufer

joomplu:32Friedrich I. BarbarossaBedeutsame Veränderungen für Burg und Siedlung gehen auf die Nachfahren der Salier, die Staufer (Könige und Kaiser), und viele bauliche Aktivitäten im 12. Jahrhundert zurück.

Der Aufstieg der Staufer begann mit Friedrich von Büren (Großvater Barbarossas). König Heinrich IV. belohnte ihn für seine treuen Dienste, indem er ihm das Herzogtum Schwaben schenkte und ihm seine Tochter Agnes zur Frau gab. Ihr Sohn Friedrich I., der seinen Beinamen Barbarossa (Rotbart) von den Italienern aufgrund seines roten Barts erhielt, gilt als Innbegriff des römisch-deutschen Kaisertums. Um 1122 geboren stand er nicht in der Thronfolge von König Konrad III. Nach dessen Tod wählten die Fürsten jedoch nicht dessen Sohn, sondern seinen Neffen Barbarossa 1152 zum deutschen König. Die höchste irdische Würde verlieh zu dieser Zeit nur der Papst. So reiste Barbarossa nach Rom und wurde dort 1155 zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation gekrönt.

Das Reich von Friedrich I. erstreckte sich von der Nord- und Ostsee bis nach Oberitalien. Doch obwohl seine Regentschaft geprägt war von Konflikten, konnte er gut Kompromisse schmieden. Diese Fähigkeit führte nicht nur dazu, dass er das große Herrschaftsgebiet in Zaum halten konnte, sondern sorgte auch dafür, dass die Bevölkerung im 12. Jahrhundert weitgehend im Frieden leben konnte. Aber die Geschichte zeigt auch einen Herrscher, der auf dem Höhepunkt seiner Macht keine Gnade kannte. Südlich der Alpen gab es viele Widerstände gegen seine Ansprüche. Auf einem seiner Italienfeldzug ließ er Mailand bis auf die Grundmauern niederbrennen. Die bekanntesten Beutestücke von Barbarossa, die Reliquien der Heiligen drei Könige, liegen heute noch im Kölner Dom.

Als Friedrich I. im Jahr 1190 auf einem weitern Kreuzzug stirbt, war seine Macht bereits geschwächt. Seine sterblichen Überreste wurden bis heute nicht gefunden. Die geheimnisvollen Geschichte um den Tod des Kaisers und die historischen Beschreibungen seiner Zeit, die ihm eine enorme Ausstrahlung bescheinigen, haben wohl zu seiner Popularität und dem Mythos Barbarossa beigetragen.

 cappenberger_barbarossakopf_-_foto_petra_roedler_20150912_1076548768.jpgCappenberger KopfDer Cappenberger Kopf

Der Cappenberger Kopf wurde wahrscheinlich um 1160 gefertigt. Er wird von Engeln getragen, die auf einem achteckigen Zinnenkranz knien. Noch zu Lebzeiten Barbarossas kam die Büste in den Besitz des Stiftes Cappenberg. Graf Otto von Cappenberg war 1122 Taufpate von Friedrich I. 

Der ursprüngliche "Johanneskopf" wurde 1902 erstmals als "Bildnis Kaiser Friedrich I." einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt und wurde nachfolgend als "Barbarossakopf" berühmt. Zweifel an der Darstellung des Kaisers sind inzwischen wissenschaftlich belegt: Das 19. Jahrhundert mit seinem Nationalmythos hat das ursprüngliche Requiliar des Evangelisten Johannes einfach mal zum Kaiserportrait umgedeutet.

Das Original befindet sich in der Katholischen Pfarrkirche Cappenberg, eine der ältesten Nachbildungen Deutschlands (1930er Jahre) steht vor dem Pfalzgrafensaal im ehemaligen Casimirschloss Kaiserslautern und einer weitere (1970er Jahre) im Stadtmuseum Kaiserslautern.

joomplu:34Friedrich II.

 Der schillernste Staufer war Friedrich II. („stupor mundi“ = Staunen der Welt). Er war sehr gebildet, sprach mehrere Sprachen und hat das erste Falkenbuch verfasst. Seine Leibwächter waren Sarazenen. Als er 1230 in der Lautrer Kaiserpfalz weilte, hatte er einen Fisch mit einem gravierten Ring an den Kiemen in den Kaiserwoog ausgesetzt. Der Legende nach soll man ihn 267 Jahre später lebend herausgefischt haben. Das wohl bekannteste Gebäude, das er errichten ließ, ist Castel del Monte in Apulien.

 

Der letzte Staufer, Konradin, wurde 1268 in Neapel enthauptet. Damit begann in Deutschland das Interregnum (die kaiserlose, die schreckliche Zeit). Erst mit Rudolf von Habsburg etablierte sich eine neue Königsdynastie. Durch ihn wurde Kaiserslautern 1276 zur reichsfreien Stadt erhoben.

 

Bilder von der Neugestaltung der Kaiserpfalz KL

Bilder von den Ausgrabungsarbeiten 2010/2011

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