Förderkreis Kaiserpfalz Kaiserslautern e.V. - Die Kaiserpfalz

kaiserpfalz jh12Darstellung Pfalz 18. JahrhundertDie Kaiserpfalz im 12. Jahrhundert

Im 12. Jahrhundert zog Friedrich I. Barbarossa, wie seine Vorgänger, unablässig mit dem gesamten Hofstaat von Pfalz zu Pfalz, denn es gab weder ein festes Machtzentrum noch eine Hauptstadt. Die Herrscher regierten vom Sattel aus. Das Deutsche Reich wird regiert, wo der Kaiser ist. Die Pfalzen waren über das gesamte Herrschaftsgebiet verteilt und vereinten Königshof, Gerichtssaal und Herberge. Der mächtige Thronsaal sollte zeigen, dass die Staufer zum Herrschertum berufen sind. Die Kaiserpfalz Lutra war die erste Pfalz, die Barbarossa während seiner Regentschaft bauen ließ


joomplu:111Visualisierung PalasNeben einem kleinen salischen Palas entstand ab 1152 auf dem Burghügel eine völlig neue Pfalz. Rahewin, der Geschichtsschreiber Barbarossas, beschrieb die Anlage folgendermaßen: „In Lautern hat er (der Kaiser) ein königliches Haus aus roten Steinen errichtet und mit nicht geringer Pracht ausgestattet. Denn auf der einen Seite hat er es mit einer starken Mauer umgeben, die andere Seite umspült ein seeähnlicher Fischteich, der zur Weide der Augen wie des Gaumens alle Delikatessen an Fischen und Geflügel enthält. Daran stößt ein Park, der einer Fülle von Hirschen und Rehen Nahrung bietet. Die königliche Pracht all dieser Dinge und ihre Menge, die größer ist, als dass man sie schildern könnte, erweckt das Staunen der Beschauer.“ Doch der Bau des prächtigen Gebäudes machte mehr Arbeit als gedacht. Der Kaiser wollte seine Pfalz an exponierter Stelle auf dem Fels stehen haben. Die mächtigen Steinquader waren im Süden wohl viel zu schwer für den davor liegenden sumpfigen Untergrund. Und so stürzte das Gebäude während der Bauzeit mindestens drei Mal ein. Ihre endgültige Fertigstellung lag nach dem Tod von Barbarossa. Dennoch blieb die Kaiserslauterer Kaiserpfalz die einzige Pfalz Barbarossas, die neu gebaut wurde. Alle anderen Pfalzen wurden auf bereits bestehende Burgen aufgebaut. 

kaiserpfalz jh21Reste KapellenummantelungDie Kaiserpfalz im 21. Jahrhundert

Von der Kaiserpfalz sind nur noch einige Buckelquader aus Rotsandstein und spärliche Mauerwerksreste der Kapellenummantelung der von Friedrich II. erbauten Doppelkapelle erhalten. Diese sind an der heutigen Burgstraße (Südwestecke des Geländes) zu sehen. Bei Baumaßnahmen im Umfeld der Kaiserpfalz wurden in den 1930er-Jahren weitere Mauerwerksreste freigelegt. Beim Bau des Rathauses in den 1960er Jahren wurden die erneut freigelegten Reste zum Teil um zwei bis drei Meter abgeschrotet, ein herber Verlust der eh nur noch vorhandenen spärlichen Fundamentreste.

Neugestaltung und Erlebbarmachung ab 2010

joomplu:25Ausgrabungen 2010/2011

joomplu:35Aufmauerungsarbeiten

 

 

 

 

 

Sondierungsgrabungen, die im Vorfeld auf die Maßnahmen zur Neugestaltung des Burgberges in den Jahren 2010 und 2011 gemacht wurden, förderten neue Erkenntnisse über den Bau der Kaiserpfalz zu Tage: Ging man bis dahin davon aus, dass die Kaiserpfalz zwischen 1152 und 1158 gebaut wurde, konnte anhand von vorgefundenen und datierbaren Hölzern im Fundament belegt werden, dass die letzte Bauphase nach 1190 erfolgte.

Auf der Grundlage der Grabungsergebnisse wurden die historischen Originalbestandteile des Gebäudes zur Sicherung aufgemauert. Die ursprüngliche Kubatur der Domos wurde mit Cortenstahl stilisiert, ebenso die ehemalige Burgmauer, die Pfalzkapelle und die Stapf´sche Befestigungsanlage.

Der Palas heuteDer Palas heute

  Arbeiten an der ehemaligen KapelleArbeiten an der ehemaligen Kapelle

Bilder von der Neugestaltung der Kaiserpfalz KL

Bilder von den Ausgrabungsarbeiten 2010/2011

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