Video Burgberg

Kontaktdaten

Anschrift:
Förderkreis Kaiserpfalz Kaiserslautern e.V.
vertreten durch:
Petra Rödler (Vorsitzende)
Erlenbacher Str. 142
67659 Kaiserslautern

Telefon:
06301-5508
E-Mail:
info@kaiserpfalz-kaiserslautern.de

plakat wasser fuer die stadtmitte 20150911 1769438900

Luftaufnahme Anna WojtasJahrhunderte war unser Stadtbild geprägt von Wasser, in der Stadtmitte gab es Wooge und unter anderem die Lauter. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts waren die meisten Wooge verschwunden und durch Wiesen und Gärten ersetzt. Nur einige Teiche am Rande der Stadt blieben bestehen (z.B. der Blechhammerweiher und der Vogelwoog – beide bis heute). Im 19. Jahrhundert folgte dann die Kanalisierung der Lauter. Mit der unterirdischen Führung des Kanals wurde 1891 begonnen. Das eigentliche Lauterwasser, das der Lauterspring entstammt, wird gleich an der Quelle gefasst und dient der Trinkwasserversorgung der Stadt.

Mit dem Verschwinden der Wooge und der dann nachfolgenden unterirdischen Kanalisierung der Lauter hat sich das Bild der von Wasser geprägten Stadt komplett verändert. An den einstigen Wasserreichtum erinnern neben dem Fisch im Stadtwappen nur noch Flur- oder Straßennamen. Das wollen wir wieder ändern. So arbeiten wir zurzeit an einem Konzept, wie wir das Wasser wieder sichtbar und erlebbar in unsere Stadtmitte bringen können.

Unter diesAusgang unterirdische Gänge mit historischen Werksteinenem Motto unterstützen wir die Stadt Kaiserslautern bei der Neugestaltung des Burgberges als eine der Keimzellen unserer Stadt. Dazu gehören neben der Öffentlichkeitsarbeit in Form von Führungen und Veranstaltungen auch verschiedene Aktivitäten und Spendensammlungen.

Unter anderem haben wir mit Spendengeldern 2012 die Neugestaltung des Ausgangs aus den unterirdischen Gängen mitfinanziert.

Komplett finanziert haben wir 2014 die Sicherung, Dokumentation, Restaurierung und Präsentation der historischen Werksteine aus des ehemaligen Casimirschloss. Sie sind im Ausgang aus dem unterirdischen Gängen zu sehen.

Luftaufnahme Anna WojtasKaiserpfalz.
Erlebbare Geschichte

Nachdem 2010 und 2011 die Reste der ehemaligen Kaiserpfalz ausgegraben und die Befunde der Ausgrabungen ausgewertet wurden, hat die Stadt die historischen Fundamente aufgemauert.

Ursprünglich sollte mit der Aufmauerung der historischen Fundamente im Jahr 2012 begonnen werden. Doch die am Anfang nicht so umfangreich geplanten und länger dauernden Sondierungsgrabungen und ihre weit reichenden und interessanten Ausgrabungsergebnisse haben mehr Zeit in Anspruch genommen. Zunächst mussten die Befunde ausgewertet werden und entschieden werden, was in Zukunft gezeigt wird.

Nachdem diese Entscheidung getroffen war, hat man im Herbst 2012 noch ein Stück der Burgmauer mit fast fünf Kubikmeter Steinmaterial authentisch rekonstruiert. Ebenfalls noch 2012 hat die Stadtverwaltung das Material, das für die Aufmauerung benötigt wird, in Auftrag gegeben. Das Steinmaterial wurde im Schweinstal gebrochen und zu den historischen Steinen passend bearbeitet. Dabei wurden Werkzeuge eingesetzt, wie sie schon vor Jahrhunderten verwendet wurden. Überlegungen, bereits vorhandenes Material (zum Beispiel Abbruchsteine aus der alten Ritterschen Posthalterei in Frankenstein) zu integrieren, sind gescheitert, weil die Steinformate nicht passten. Dabei spielt auch die richtige Steinfarbe eine wichtige Rolle, weswegen ein geeigneter Steinbruch gefunden werden musste. Ebenso schwierig und eine Kunst für sich ist der Kalkmörtel, den man zum Aufmauern benötigt. Der muss unter anderem auch farblich zu den historischen Befunden passen. Handelsüblichen Mörtel, wie man ihn im Baumarkt bekommt, kann man nicht verwenden.

Nur das, was durch wissenschaftliche Arbeit und Befunde gesichert ist, wurde ergänzt und erlebbar gestaltet. Das wiederum war nicht einfach, weil die Jahrhunderte und damit auch verbundene kriegerische Auseinandersetzungen der Kaiserpfalz sehr zugesetzt haben. Die Reste wurden im 19. Jahrhundert versteigert und für Neubauten abgetragen. Weitere Überreste der Kaiserpfalz wurden beim Rathausbau in Mitleidenschaft gezogen und die Verlegung eines Kanals in den 1960er Jahren hat weitere Originalbefunde zerstört. So orientieren sich die Aufbauarbeiten, die im Frühjahr beginnen an Fotomaterial aus den 1930er Jahren. Damals gab es schon einmal Ausgrabungen und die Burgmauern waren sichtbar. Sie wurden später jedoch wieder verfüllt.

Ein Nachbau der Kaiserpfalz ist nicht möglich und war auch nie beabsichtigt. Die Domos (kaiserlicher Wohnbau) war ursprünglich 25 mal 19 Meter groß und 19 Meter hoch, bis auf das Rathaus höher als alle heute umliegenden Gebäude. Etwa ein Drittel der Fundamente des ursprünglichen Bauwerks sind noch vorhanden und wurden aufgemauert. Um jedoch die einstige Größe zumindest ansatzweise erahnen zu können, sehen die weiteren Pläne der Stadt vor, mit einer dreidimensionalen Stahl-Stampfbeton-Konstruktion auf die die Kaiserpfalz, die Friedrich I. bauen ließ, anzuspielen. In dem kleinen Freiluftmuseum sind nach der Fertigstellung künftig dann die Mauerteile der Domus, der bei den Sondierungsgrabungen gefundene Brunnen sowie eine rekonstruierte Schlupfpforte zu sehen sein.

 Stampfbetonwand | Foto: Petra Rödler Stampfbetonwand im AufbauStampfbetonwand im AufbauStampfbetonwand im AufbauStampfbetonwand im Aufbau
Moderne Stampfbetonwand - Baumaßnahmen 2015

 

 

Unter dem Motto "Bewusstsein schaffen" startete der Förderkreis zur Erhaltung derKlein Friedrich
Kaiserpfalz Kaiserslautern e.V. im November 2012 das Projekt "Kaiserpfalz goes Schule".

Über 1.300 Jahre unserer Stadtgeschichte erzählt der Burgberg unterhalb des Rathauses. Doch leider wissen viel zu wenige Bürgerinnen und Bürger etwas über die „Keimzelle“ von Kaiserslautern. Das Bewusstsein für die eigene Geschichte in der Bevölkerung zu wecken, ist unser Ziel. Um dieses Interesse schon früh bei Kindern und Jugendlichen zu wecken, bieten wir Führungen in Zusammenarbeit mit der Tourist Information Kaiserslautern an. Auf Anfrage kommen wir auch direkt in die Schule, halten Vorträge oder bieten eine direkte Unterstützung vor Ort in den Schulen an, zum Beispiel im Geschichtsunterricht, bei Projektarbeiten, Schulfesten usw.

Gerne informieren wir Sie ausführlich über das Projekt: Kontakt

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