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Was fördert der Brunnen zu TageSeit den frühen Morgenstunden haben die Obere Denkmalschutzbehörde und die Stadt Kaiserslautern mit Unterstützung der Feuerwehr Kaiserslautern erneut begonnen, den Brunnen im ehemaligen Kellerraum der Pfalz von Friedrich I., "Barbarossa", zu ergründen.

Bereits im März 2014 hatte man mit der Freilegung des Brunnenschachtes begonnen, musste sie aber unterbrechen, weil in der Tiefe Faulgase auftraten. Damals wurden mit Hilfe einer Spezialfirma für Kanaltechnik Erdreich und Steine per Hand und mit Saugschlauch entfernt. Dabei konnten im oberen Teil noch einige verstürzte Stücke der Bogenumrandung des Brunnens geborgen werden. Es fanden sich auch bisher nicht identifizierte Eisenteile, ein Kabel mit Isolatoren aus den 30er Jahren, Dachziegelstücke sowie bearbeitete Mauersteine und Teile von Fenstergewänden. Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel erwartet mit Spannung auch heute die Ergebnisse, die die Arbeiten am Brunnen vielleicht zutage fördern werden: „Diese Ergründung war ursprünglich nicht geplant. So ein Brunnen ist ja quasi wie ein Zeitfester in die Vergangenheit, in dem über die Jahre die verschiedensten Gegenstände gefallen und dort verblieben sind. Die vorherigen Sondierungsarbeiten konnten bisher nicht klären, ob der Brunnen aus Zeit des Baus der Kaiserpfalz oder erst nachträglich errichtet worden war“, sagte der Rathauschef im März. Leider konnte die endgültige Tiefe bei den Arbeiten nicht ermittelt werden, die aus Sicherheitsgründen, trotz Unterstützung durch das Referat Feuerwehr, abgebrochen werden mussten. Aus der Tiefe traten vermehrt Faulgase aus. „Die Funde aus der Erbauungszeit konnten somit nicht geborgen werden, so dass eine genaue Datierung derzeit noch nicht möglich ist. Die Steinbearbeitung weist jedoch auf das 12. Jahrhundert, der Entstehungszeit der Domos, hin“, erklärt der Oberbürgermeister. Das erste Grundwasser sprudelte bei einer Tiefe von 2,20 Metern und musste konstant abgesaugt werden, da es die weiteren Arbeiten erschwerte. Die Brunnenschachtwand besteht in der gesamten, jetzt freigelegten Tiefe von 3,80 Meter aus sorgfältigst bearbeiteten, auf der Innenseite gerundeten Sandsteinen unterschiedlicher Länge mit einem sehr feinen Randschlag.

Seit heute Morgen also geht es nun weiter. Zahlreiche Zaungäste warteten auf das, was man da in einem kleinen Korb nach oben transportierte. Es bleibt spannend, ob und was die Denkmalschützer finden werden.

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